In The Middle Of Eternal Nowhere Between Major And Minor Scale In Search Of The Tritone

Mitten im ewigen Nirgendwo zwischen der Dur- und Moll-Tonleiter auf der Suche nach dem goldenen Tritonus




Ein Tritonus ist ein Intervall (oder Tonfolge im Akkord) von drei speziellen Noten (Tönen).

D.h. im Akkord oder im Dreiklang sind eine verminderte Quinte wie auch eine übermässige Quarte enthalten.

Da der Tritonus etwas schief klingt, wird dieser selten verwendet, eröffnet jedoch spannende Aspekte.

Jeder hat wohl schon mal auf einem Klavier oder einer Gitarre geklimpert.

Aber wer ahnte, dass er damit seine Seele gefährdet hat?
** Denn hinter den Noten lauerte das Teufelchen ...........
So stellte man sich das zumindest im christlichen Mittelalter um das Jahr 1613 vor ;-)
Über diesen Tritonus gibt es unzählige geschichtliche und physikalische Erklärungen.


Schon seit Pythagoras (von Samos ca. 570 - 496 v. Chr.) zeigte sich die Perfektion des Kosmos in den Zahlen und in der Harmonie:
Das damalige Quadrivium war die Krönung des Universitätsstudiums, bestand aus Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Musik.

Niemand kam damals auf die Idee, diese Wissenschaften voneinander zu trennen.
Pythagoras gründete seine Schule ab dem 6. Jahrhundert v. Chr.
Er versuchte schon da, die Harmonie des Universums unter Verwendung von Zahlen zu erklären.
Ein Grossteil seiner Studien widmete er der Musik.

 Die Gelehrten Pythagoras schufen astronomische, akustische und musikalische Modelle,
anhand derer Musik und Arithmetik gleichzeitig betrachtet werden konnten.
 
In diesem Zusammenhang fällt auch der Begriff => Sphärenmusik.



Die mittlere Tritonus-Note befindet sich also genau zwischen den oberen Tönen von Quarte und Quinte.

Das Doppelte der Frequenz der angeschlagenen Note entspricht der Oktave.

Berechnung:
Konkret: C' Grundton =  261,626 Hz / Oktave = C'' =2 x 261,626 Hz = 523,252 Hz

Frequenzwerte der 7 Grundtöne:
C' = 261,626 Hz
D' = 293,665 Hz
E' = 329,628 Hz
F' = 349,228 Hz
G' = 391,995 Hz
A' = 440,000 Hz
H' = 493,883 Hz
C'' = 523,252 Hz

Tritonus F# = 369,994 Hz

Jeder Nachbarton ist um den Faktor 12√ 2 verschoben
Berechnung = 12√ 2 = 1,0594630943593 
F#' Tritonus im Akkord = F' = 349,228 Hz x 1,05946... = 369,994 Hz 

Die Referenz-Frequenz Grundton A = 440 Hz
Diese Grundton wird in der Klassik auch Kammerton genannt und entspricht in etwa dem Telefon-Freizeichen

Also:
Tritonus = drei teuflische Ganztonschritte ** = lateinisch Dreiton oder vom griechischen Tritonos

Die Spielweise auf dem Griffbrett (ein Beispiel) mit dem Grundton C':

 




Im Song  «In The Middle Of Eternal Nowhere Between Major And Minor Scale In Search Of The Tritone»
sind ein paar Tritonus-Intervalle zu hören.
(eigentlich ist das nicht wichtig zu wissen........ ;-)

Interessant ist in diesem Zusammenhang das Verwischen von Dur- und Moll Akkorden
sowie der Einsatz von diversen Spieltechniken und Gitarren-Effekten.

Soundbeispiele gemäss den oben aufgeführten Noten.

Gespielt mit Elena über Reverb & Chorus, leicht verzerrt mit Mesa Boogie Rectifier Recording Preamp.
Jeweils am Schluss den Ton mit dem Tremolo Hebel minim moduliert.

Grundton C' = 264 Hz

Aufwärts: Quarte - Tritonus - Quinte 
Abwärts: Quinte - Tritonus - Quarte

Tritonus Soundbeispiel C.mp3



Dasselbe eine Oktave höher auf C''
Grundton = 528 Hz

Tritonus Soundbeispiel C '.mp3


Während man einen Gitarren-Akkord oder ein Solo spielt,
kann man diese Töne im selben Moment mit Effekten und Spielarten zusätzlich  erweitern:

Da sind die wichtigsten Gitarren-Effekte:
Chorus => minimale zeitliche Verzögerung wird in der Tonhöhe moduliert und dazugemischt
Phaser => das Original-Signal wird kopiert und verdreht dazugemischt
Flanger => grössere zeitliche Verzögerung zwischen Original- und Effektsignal 
Octaver => tiefere oder höhere Oktaven dezent dazufügen
Tremolo => Modulation des Amplitudensignals
Leslie => da wird ein rotierender Lautsprecher mit regelbarer Geschwindigkeit moduliert
Hall / Reverb => Simulation der akustischen Umgebung
Echo / Delay => Sound Verzögerung
Kompressor => Verringerung vom lautesten zum leisesten Signal
Wah Wah => Tonfiltereinheit - mit einem Pedal werden Treble- und Basstöne zum Originalsignal produziert


Die wichtigsten Gitarren Spielarten, u.a. vor allem auch für Solos:

Alternative Picking => flexible Melodien auf der Gitarre umsetzen
Legato => spielen mit Hammer Ons & Pull Offs also vermeiden von Anschlägen auf dem Griffbrett
Tapping / Hammer On => Ohne Anschlag mit Plektron eine Saite mit dem Finger Aufschlagen zum Schwingen bringen 
Sweeping => auf mehreren Saiten hintereinander Noten Anschlagen (Arpeggio)
Bending => Saiten während dem Spielen ziehen / strecken, Tonhöhe beeinflussen
Bend Release = die gezogene Saite entspannen und so die Tonhöhe verringern
Pre Bend = Saite erst ziehen und dann anschlagen
Tremolo => mit dem Hebel an der Gitarre Saiten strecken oder  verkürzen - Änderung der Tonhöhe
String Skipping => Grosse Intervalle umsetzen - erweiterte Alternative zu Sweeping
Tapping mit String Skipping => grössere Arpeggios auf dem gesamten Griffbrett erzeugen 
Hybrid-Picking => grössere Intervallsprünge erzeugen - Erweiterung des Legatospiels
Sliding / Glissando = über die Saite rutschen und den Ton entsprechend verändern
Palm Muting = leichtes Dämpfen der angeschlagenen Saite mit der rechten Hand, Handkante 
Flageolett / Natural Harmonic = natürlicher Oberton mit leerer Saite erzeugen
Flageolett / Artifical Harmonic = künstlicher Oberton mit gegriffener Saite erzeugen 
Flageolett / Pinch Harmonic = Oberton wird durch Dämpfen der Saite erzeugt
Crescendo = Lautstärke während dem spielen erhöhen (z.B. mit Volumenpedal)
Descrescendo = Lautstärke während dem spielen abschwächen (z.B. Volume an Gitarre reduzieren)
Dead Note = Anschlag der Saite dämpfen
Ghost Note = gespielte Saite abdämpfen 

Diese paar Zeilen sind nur ein armseliger Erklärungsversuch zum Tritonus.
Zu diesem Thema könnte man ganze Bibliotheken füllen.



Da schliesst sich also der Kreis - Musik ist auch sehr tiefgreifende Mathematik


Und zuletzt, was hat Gustav Mahler (Österreichischer Komponist 1860 - 1911) schon gesagt:

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten

oder

Wenn du denkst, dass das Publikum sich langweilt,
dann spiele langsamer - nicht schneller ;-)


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